Premiere für den Digi-Day

Kategorie:Allgemein

Am 10. Juni nahmen unsere Schülerinnen und Schüler zum ersten Mal an einer besonderen Form des Projekttages zur Stärkung der Medienkompetenz teil: dem Digi-Day!

Wie erkenne ich Fake News? Welche Regeln gelten in Klassenchats? Warum vermitteln soziale Medien oft unrealistische Körperbilder? Und wie beeinflussen Algorithmen die Informationen, die wir täglich sehen? Mit diesen und vielen weiteren Fragen haben sich unsere Schülerinnen und Schüler beim Digi-Day beschäftigt.

Mit diesem neuen Format beschreitet unsere Schulgemeinschaft neue Wege in der Medienbildung. Der Digi-Day wurde als individuelles Praktikum zur Förderung und Stärkung der Medienkompetenz entwickelt und fand in diesem Schuljahr erstmals statt. Einen ganzen Schultag lang arbeiteten die Schülerinnen und Schüler selbstständig an digitalen und fächerübergreifenden Aufgabenstellungen – unabhängig vom üblichen Stundenplan.

Jede Jahrgangsstufe bearbeitete dabei altersgerechte Aufgaben zu Themen, die für die jeweilige Lebenswelt besonders relevant sind. So setzten sich jüngere Schülerinnen und Schüler beispielsweise mit dem respektvollen Umgang in Klassenchats auseinander, während ältere Jahrgänge problematische Körperbilder in sozialen Medien hinterfragten oder untersuchten, wie Algorithmen unsere Wahrnehmung und Meinungsbildung beeinflussen können.

Mit dem Digi-Day möchten wir gezielt Bereiche des Medienkompetenzrahmens NRW aufgreifen, die im regulären Unterricht häufig nur schwer in der notwendigen Tiefe behandelt werden können. Die Aufgaben waren so angelegt, dass sie die Lernenden über einen gesamten Schultag hinweg forderten und dabei Recherche-, Analyse-, Reflexions- und Urteilskompetenzen miteinander verknüpften. Die meisten Schülerinnen und Schüler arbeiteten von zu Hause aus und diejenigen, die zu Hause nicht über ein geegnetes Endgerät verfügen, konnten in der Schule arbeiten. 

Neben der Medienbildung verfolgt der Digi-Day noch ein weiteres wichtiges Ziel: die Stärkung der Kompetenzen für den Distanzunterricht. Gerade bei uns im ländlichen Raum hat sich in den vergangenen Jahren immer wieder gezeigt, wie wichtig es ist, flexibel auf besondere Situationen reagieren zu können. Ob Unwetterlagen oder winterliche Straßenverhältnisse – immer wieder musste Unterricht kurzfristig digital organisiert werden. Besonders für jüngere Schülerinnen und Schüler ist es daher wichtig, den Umgang mit unserer schulinternen Lernplattform Iserv regelmäßig zu üben und digitale Arbeitsformen sicher zu beherrschen.

Organisiert wurde der Digi-Day von Frau Gundermann, unserer Digitalisierungsbeauftragten, mit Unterstützung einiger engagierter Kolleginnen und Kollegen und während des gesamten Schultages standen die Lehrkräfte den Schülerinnen und Schülern bei Fragen und technischen Problemen digital zur Seite. Auch die Sichtung und Auswertung der Arbeitsergebnisse erfolgt durch das gesamte Kollegium.

Jetzt im Anschluss wird der Digi-Day sowohl von den Schülerinnen und Schülern als auch von den Lehrkräften evaluiert, denn wir wollen das Format weiterentwickeln und den Digi-Day künftig dauerhaft zur Förderung der Medienkompetenz bei uns etablieren. Denn Medienkompetenz bedeutet weit mehr als die Bedienung digitaler Geräte: Sie umfasst den kritischen, verantwortungsvollen und reflektierten Umgang mit Informationen und Medien – Fähigkeiten, die für Schule, Beruf und gesellschaftliche Teilhabe unverzichtbar sind. Mit dem Digi-Day haben wir dafür einen neuen und spannenden Baustein geschaffen.

Für die viele Arbeit, die in den Tagen und Wochen vor dem Termin in die Planung, Organisation und nicht zuletzt die Aufgabenstellungen geflossen ist, möchte die Schulgemeinschaft sich inbesondere bei Frau Gundermann herzlich bedanken!