Gruppenbild 800m unter der Erde

Die Erdkundekurse der Q1 unter Tage

Kategorie:Erdkunde

Im Rahmen der Themenreihe „Wirtschaftsregionen im Wandel“ unternahmen alle Barntruper Q1-Erdkundekurse eine spannende Ein‑Tages‑Exkursion nach Merkers in Thüringen.

In der Reihe „Wirtschaftsregionen im Wandel“ wurden im Fach Erdkunde raumwirksame Phänomene des Strukturwandels untersucht. Dieser beschreibt z.B. die Transformation von ehemals vorherrschender industrieller Produktion hin zum nun bestimmenden Dienstleistungssektor. Das stillgelegte Salzbergwerk in Merkers bietet eine sehenswerte etwa dreistündige Führung durch die örtliche Geologie auf verschiedenen Solen, auf denen Salz gewonnen wurde, gespickt mit einer Portion Bergmanns-Humor. Die Exkursionsgruppe fuhr untertage zwischen mehreren Stationen ca. 20 km auf LKW durch das Bergwerk und durfte dabei u.a.

  • das „Museum“ kennenlernen, in welchem von den frühen Anfängen der Salzgewinnung bis kurz vor der Schließung des Werkes sowohl Arbeitsbedingungen und -gefahren als auch gewonnene Produkte, Maschinen und wirtschaftliche Nöte verständlich wurden,
  • eine Sprengsimulation erleben,
  • die Salzkristallgrotte mit den größten entdeckten Salzkristallen der Welt (1 m Kantenlänge) in über 800 m Tiefe bestaunen,
  • den „Goldraum“ erkunden, in welchem die Nationalsozialisten große Geld- und Goldmengen der Reichsbank, Wertpapiere und Kunstwerke versteckt lagern wollten, aber dem Zugriff der Alliierten letztlich nicht entziehen konnten,
  • im „Großbunker“ einer mit Musik untermalten Lasershow folgen, um einen Eindruck der dort regelmäßig stattfindenden Konzerte, Hochzeiten oder Events wie "Deutschland sucht den Superstar" zu bekommen; im "Großbunker" wurden früher untertage vor dem Abtransport große Mengen Salz gelagert und durch den größten Schaufelradbagger, den es weltweit untertage gibt, abtransportiert,
  • Potenziale wie Untertage-Marathon-Läufe, Radtouren u.a.m., mit denen das frühere Bergwerk als Event-Dienstleister auftritt, einordnen
  • und im Gespräch mit den Bergleuten angesichts gegenwärtiger Risiken wie z.B. Corona die Zukunftsfähigkeit einer solchen wirtschaftlichen Nachnutzung beurteilen.

Das Erlebnisbergwerk Merkers mit einer Fläche, die der Stadt München(!) entspricht, bot also vielseitige Anknüpfungspunkte hinsichtlich der aktuellen Themenreihe im Fach Erdkunde.

Die Fahrt mit dem Bus und der Eintritt wurden übrigens großzügig durch den Förderverein unterstützt - VIELEN DANK!

Gruppenbild 800m unter der Erde

Im Großbunker des Bergwerkes

Schaufelradbagger mit Gruppen-LKW